Black Friday Tipps Onlinehändler

Am 25. November 2022 ist es wieder soweit: Wir feiern Black Friday! Hier erfahren Sie als Onlinehändler, was Sie zum Black Friday 2022 wissen müssen:

Was ist der Black Friday?

Der Black Friday ist ein Trend aus den USA, der für seine hohen Rabatte bekannt ist. Es ist der Tag nach Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest. Thanksgiving ist ein Feiertag in den USA und so nutzen die Amerikaner Black Friday als Brückentag, um ein langes Wochenende mit der Familie zu genießen und erste Weihnachtseinkäufe zu machen. Den Geschenkekauf unterstützen die Händler mit einer landesweiten Rabattoffensive. Die Anfänge von Black Friday gehen in den USA bis in die 1960er-Jahre zurück.

Auch in Deutschland wird der Black Friday immer beliebter. Den Start machte Apple 2006. In jenem Jahr bot das Unternehmen seine Produkte vergünstigt an. Aber erst 2013 fand der Black Friday im größeren Rahmen statt. Seitdem erfreut sich der Schnäppchentag im stationären Handel und Onlinehandel immer größerer Beliebtheit.

Wann ist der Black Friday?

Der Black Friday ist immer der Freitag nach Thanksgiving. Da Thanksgiving auf den vierten Donnerstag im November fällt, findet Black Friday immer am vierten Freitag im November statt.

Was kaufen Kunden am Black Friday und welche Preisnachlässe erwarten sie?

Die am liebsten gekauften Produkte am Black Friday in Deutschland sind Kleidungsstücke, dicht gefolgt von Elektronik, Schuhe, Schmuck sowie Kosmetika und Parfüm. Dafür geben die Deutschen im Schnitt 211€ aus – sowohl online als auch in stationären Geschäften. Und: Laut einer Umfrage von Black-Friday Global wissen nur 35% der Deutschen, was sie am Black Friday kaufen wollen. Der Rest lässt sich treiben.

Deutsche Kunden erwarten im Durchschnitt einen Rabatt von 48%. Die Preisnachlässe in Onlineshops in Deutschland liegen im Schnitt jedoch bei 54%.

Black Friday Rabatte

Wann muss ich als Onlinehändler mit dem Sale beginnen?

Die meisten Onlineshops starten bereits am Montag mit einem sogenannten presale (Vorverkauf), um die Aufmerksamkeit der Kunden zu bekommen. Das Interesse der Kunden an dem Ausverkauf nimmt dann ab Mittwoch rapide zu und erreicht am Freitag seinen Höhepunkt. Gemäß Black-Friday Global erreichte der deutsche Handel 2018 einen Verkaufsanstieg am Black Friday um 2418%. Bereits am Samstag sinkt das Interesse dann wieder auf das Niveau von Dienstag.

Da es sich beim Black Friday schon seit Jahren nicht mehr um eine eintägige Sales-Aktion handelt, wird die gesamte Woche mittlerweile auch als Black Week bezeichnet. Und selbst der Montag nach der Black Week wird noch für Rabatte genutzt – der Cyber Monday.

Black Friday Start für Onlinehändler

Darf ich als Onlinehändler den Begriff Black Friday nutzen?

Um es kurz zu machen: Jein! Die Wortkombination wurde 2013 beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen und ist damit als Marke rechtlich geschützt. Ohne Lizenz der Inhaberin, seit 2016 die Super Union Holdings Ltd mit Sitz in Hongkong, darf die Marke nicht einfach für eigene Werbung genutzt werden. Allerdings hat das Bundespatentgericht bereits 2019 eine Teillöschung entschieden: für sämtliche Werbe- und Marketingdienstleistungen sowie für Handelsdienstleistungen mit Elektro- und Elektronikwaren musste die Marke gelöscht werden. Am 14. Oktober 2022 erklärte das Kammergericht Berlin die Marke für verfallen, sprich sie müsste nun eigentlich aus dem Markenregister gelöscht werden.

Jetzt könnte man meinen, dass das Werben mit dem Begriff Black Friday seit dem 14.10. grundsätzlich möglich wäre. Da die derzeitige Markeninhaberin jedoch die Möglichkeit hat, eine Nichtzulassungsbeschwerde einzureichen, wäre die Nutzung des Wortpaares „Black Friday“ ohne Lizenz weiterhin ein Risiko. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte kreativ werden. Hier ein paar Tipps, wie man den Black Friday nutzen kann, ohne eine Abmahnung zu riskieren:

  • Tipp #1: Beschreiben Sie das Ereignis, z.B. “am 25.11. gewähren wir Ihnen 25% Rabatt im Rahmen des Black Friday.” Begrifflichkeiten wie Black Friday Sale oder Black Friday Angebote sollten Sie vermeiden.
  • Tipp #2: Benutzen Sie andere Wortkombinationen, z.B. Red Friday, Pink Friday, Black Week, Black November, Black Season, Schnäppchenfreitag im November.
  • Tipp #3: Erwerben Sie eine Sub-Lizenz, um auf der sicheren Seite zu sein. Unter blackfridaysale.de können Sie sich als teilnehmender Händler registrieren und sobald Sie eine Sublizenz für die Nutzung erworben haben, können Sie die Wortmarke „Black Friday“ frei nutzen.
Black Friday als Marke

Was sollte ich als Onlinehändler noch beachten?

Um das meiste aus dem größten Shopping-Event des Jahres zu holen, haben wir hier ein paar Tipps, was Sie im Vorfeld des Black Fridays beachten sollten:

 

Tipp #1: Verbessern Sie Ihren Onlineshop

In Deutschland wird an Black Friday überwiegend von Smartphones gekauft. Ihr Onlineshop sollte daher unbedingt mobilfreundlich sein. Auch muss der Shop schnell genug laden, denn nichts ist frustrierender als langsame Ladezeiten. Ladekiller sind zumeist große Bilddateien, daher optimieren Sie die Bildgrößen. Machen Sie sich auch Gedanken darüber, ob Ihr Onlineshop dem großen Besucherandrang standhalten kann. Treten Sie rechtzeitig mit ihrem Hosting-Provider in Kontakt, um gegebenenfalls die Servicekapazität zu erhöhen. Und SEO-optimieren Sie Ihren Onlineshop für Black Friday. Erstellen Sie z.B. entsprechende Landingpages und nutzen Sie Keyword-Kombinationen wie zum Beispiel [Markenname] oder [Produkt] sowie “Black Friday”, “Deals” oder “Sale”.

 

Tipp #2: Schalten Sie Ads 

Zugegeben, in der Zeit um den Black Friday schalten viele Onlinehändler Werbung, so dass der Anzeigenpreis im November deutlich steigt. Aber ohne entsprechende Werbung gehen die meisten Onlineshops in der Fülle von Angeboten unter. Darauf hat z.B. Google reagiert und sein Angebot für den Black Friday erweitert. Bei Google Ads gibt es für den Black Friday Angebotserweiterungen, die direkt unter der Suchanzeige eingeblendet werden.

 

Tipp # 3: Nutzen Sie Social Media für mehr Reichweite

Die besten Black Friday Angebote sind leider nichts wert, wenn kein Kunde sie kennt. Um die Reichweite zu erhöhen, können Sie verschiedene Kampagnen in Ihren Social Media Kanälen veröffentlichen. Zum Beispiel können Sie für Aktionen wie liken oder den Beitrag teilen exklusive Rabatte verteilen. Auch Gewinnspiele, die direkt zu Ihrer Landingpage führen, locken Besucher an und erweitern die Zielgruppe.

Generell sollten Sie natürlich den Sale auch in Ihrem Feed anpreisen. Erstellen Sie hierzu am besten ein paar kurze Video, in denen Sie den Start und spezielle Highlights hervorheben. Videos können Sie sehr einfach bei TikTok ausspielen lassen und bei Instagram erzielen sie zudem eine höhere Reichweite als zum Beispiel Beiträge.

 

Tipp #4: Nutzen Sie E-Mail-Kampagnen

Ihre Bestandskunden weisen Sie am besten durch eine E-Mail-Kampagne auf Ihre speziellen Black Friday Angebote hin. Informieren Sie Ihre Kunden rechtzeitig, damit diese sich darauf vorbereiten können und Sie Spannung auf den bevorstehenden Sale aufbauen können.

Sie können Ihren Newsletter Abonnenten auch exklusive Angebote zukommen lassen, zum Beispiel einen kostenlosen Versand oder einen speziellen Preisnachlass.

Wir wünschen Ihnen als Onlinehändler einen umsatzstarken Black Friday. Mit diesen Tipps und Ihrem Fachwissen sollte dem nichts mehr im Wege stehen. Und wenn Sie Fragen zur Optimierung Ihres Onlineshops oder zu passenden Vermarktungskampagnen haben, dann helfen wir gerne. Sprechen Sie uns einfach an!

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