Am 27. November 2026 ist es wieder so weit: Wir feiern Black Friday! Hier erfahren Sie als Onlinehändler, was Sie zum Black Friday 2026 wissen müssen und wann Sie mit der Planung beginnen sollten.
Was ist der Black Friday?
Der Black Friday ist ein Trend aus den USA, der für seine hohen Rabatte bekannt ist. Es ist der Tag nach Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest. Thanksgiving ist ein Feiertag in den USA, und so nutzen die Amerikaner den Black Friday als Brückentag, um ein langes Wochenende mit der Familie zu genießen und erste Weihnachtseinkäufe zu machen. Den Geschenkekauf unterstützen die Händler mit einer landesweiten Rabattoffensive. Die Anfänge des Black Friday gehen in den USA bis in die 1960er-Jahre zurück.
Auch in Deutschland ist der Black Friday längst etabliert. Den Start machte Apple 2006. Ab 2013 fand der Black Friday im größeren Rahmen statt. Laut einer Umfrage des IFH Köln im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE) kennen inzwischen 95 % der Online-Shopper ab 20 Jahren den Black Friday, 83 % auch den Cyber Monday.
Wann ist der Black Friday 2026?
Der Black Friday 2026 fällt auf Freitag, den 27. November. Die Black Week beginnt bereits am 23. November, der Cyber Monday folgt am 30. November. Da es sich beim Black Friday schon seit Jahren nicht mehr um eine eintägige Sales-Aktion handelt, wird die gesamte Woche mittlerweile auch als Black Week bezeichnet.
Was kaufen Kunden am Black Friday und welche Preisnachlässe erwarten sie?
Laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) rechnen Handel und Verbraucher 2025/2026 mit einem Gesamtumsatz von rund 5,8 Milliarden Euro für Black Friday und Cyber Monday zusammen – nach 5,9 Milliarden Euro im Vorjahr ein leichter Rückgang. Die Top-Warengruppen sind Elektronik und Technik (43 %), Kleidung, Schuhe und Accessoires (33 %) sowie Weihnachtsgeschenke (26 %). Verbraucher in Deutschland planen im Schnitt rund 265 € auszugeben.
Auffällig: Viele Käufer:innen achten inzwischen bewusster ein – rund ein Drittel der Verbraucher kauft gezielt nur Produkte, die tatsächlich gebraucht werden, statt spontanen Rabattaktionen zu folgen.
Wann muss ich als Onlinehändler mit dem Sale beginnen?
Die meisten Onlineshops starten bereits am Montag der Black Week mit einem sogenannten Presale (Vorverkauf), um die Aufmerksamkeit der Kunden zu bekommen. Das Interesse der Kunden nimmt dann zur Wochenmitte zu und erreicht am Freitag seinen Höhepunkt. Bereits am Samstag sinkt das Interesse dann wieder ab. Der Montag nach der Black Week wird ebenfalls noch für Rabatte genutzt – der Cyber Monday.
Darf ich als Onlinehändler den Begriff Black Friday nutzen?
Ja – uneingeschränkt. Mit Beschluss vom 29. Juni 2023 hat der Bundesgerichtshof die Beschwerde der bisherigen Markeninhaberin zurückgewiesen. Der langjährige Rechtsstreit um die Wortmarke „Black Friday“ ist damit endgültig entschieden: Sie wurde vollständig aus dem Register des Deutschen Patent- und Markenamts gelöscht und ist bis heute nicht neu geschützt.
Zuvor war die Wortkombination seit 2013 als Marke eingetragen, zuletzt im Besitz der Super Union Holdings Ltd. mit Sitz in Hongkong. Ohne Lizenz durfte der Begriff lange Zeit nicht für eigene Werbung genutzt werden – viele Händler wichen deshalb auf Umschreibungen wie „Black Week“ oder „Schnäppchenfreitag“ aus. Seit der endgültigen Löschung 2023 dürfen Sie als Onlinehändler mit „Black Friday“ frei werben, ohne rechtliche Folgen fürchten zu müssen.
Ein neuer rechtlicher Aspekt für 2026: Achten Sie unabhängig vom Markenrecht auf die zeitliche Befristung Ihrer Rabatte. Das Landgericht Frankfurt am Main hat mit Urteil vom 14.04.2025 (Az. 3-10 O 77/24) entschieden, dass ein als zeitlich befristet beworbener Rabattpreis nach Ablauf der Aktion nicht einfach fortgeführt werden darf. Wer seine Black-Friday-Preise über den angekündigten Zeitraum hinaus laufen lässt, riskiert eine Irreführung der Kunden.
Was sollte ich als Onlinehändler vor Black Friday alles machen?
Um das Meiste aus dem größten Shopping-Event des Jahres zu holen, haben wir hier ein paar Tipps, was Sie im Vorfeld beachten sollten:
Tipp 1: Beginnen Sie frühzeitig
Black Friday ist zwar erst Ende November, aber die Vorbereitungen brauchen ihre Zeit. Beginnen Sie mit der Planung spätestens im August: Was wollen Sie anbieten, wie viel Rabatt gewähren, auf welchen Kanälen werben? Bestellen Sie Ware frühzeitig, damit Sie ausreichend Lagerbestand haben, und planen Sie genügend Zeit für die technische Umsetzung und das Testen ein. Werbung lockt viele Besucher:innen an, und diesen Traffic muss Ihr Onlineshop standhalten können.
Tipp 2: Verbessern Sie Ihren Onlineshop
In Deutschland wird an Black Friday überwiegend über das Smartphone gekauft. Ihr Onlineshop sollte daher unbedingt mobilfreundlich sein und schnell laden – große Bilddateien sind oft der größte Ladekiller, daher optimieren Sie die Bildgrößen. Klären Sie frühzeitig mit Ihrem Hosting-Provider, ob die Servicekapazität dem erwarteten Besucherandrang standhält. Und SEO-optimieren Sie Ihren Shop für Black Friday: Erstellen Sie passende Landingpages und nutzen Sie Keyword-Kombinationen aus Marken- bzw. Produktnamen und „Black Friday“, „Deals“ oder „Sale“.
Tipp 3: Schalten Sie Ads
Rund um den Black Friday schalten viele Onlinehändler Werbung, sodass die Anzeigenpreise im November deutlich steigen. Aber ohne entsprechende Werbung gehen die meisten Onlineshops in der Fülle von Angeboten unter. Google bietet für den Black Friday eigene Angebotserweiterungen an, die direkt unter der Suchanzeige eingeblendet werden.
Tipp 4: Nutzen Sie Social Media für mehr Reichweite
Die besten Black-Friday-Angebote sind nichts wert, wenn kein Kunde sie kennt. Erhöhen Sie die Reichweite über verschiedene Kampagnen in Ihren Social-Media-Kanälen – etwa exklusive Rabatte fürs Liken oder Teilen, oder Gewinnspiele, die direkt zu Ihrer Landingpage führen. Kurze Videos, die Start und Highlights des Sales zeigen, funktionieren gut auf TikTok und erzielen auch bei Instagram eine höhere Reichweite als klassische Beiträge.
Tipp 5: Nutzen Sie E-Mail-Kampagnen
Weisen Sie Ihre Bestandskunden am besten per E-Mail-Kampagne auf Ihre speziellen Black-Friday-Angebote hin. Informieren Sie rechtzeitig, damit Kunden sich vorbereiten können und Spannung auf den bevorstehenden Sale entsteht. Exklusive Vorteile wie kostenloser Versand oder ein spezieller Preisnachlass für Newsletter-Abonnenten kommen besonders gut an.
Ausblick: Black Friday 2026 im Trend
Für die kommende Saison zeichnen sich einige Entwicklungen ab, auf die Onlinehändler sich einstellen sollten:
- Verlängerte Black Week statt Eintagesaktion: Der einzelne Aktionstag ist längst zu einer mehrtägigen bis mehrwöchigen Rabattphase geworden.
- KI-gestützte Personalisierung: Statt pauschaler Rabatte setzen immer mehr Händler auf gezielte, KI-gestützte Angebote für einzelne Kundengruppen.
- Bewussteres Kaufverhalten: Verbraucher achten stärker auf tatsächlichen Bedarf und vermeiden Impulskäufe – reine Rabatthöhe zieht allein nicht mehr automatisch.
- Preisdruck durch internationale Plattformen: Niedrigpreisige asiatische Anbieter erhöhen den Wettbewerbsdruck, besonders im Elektronikbereich.
- Flexible Zahlungsmodelle: Ratenzahlung und Abo-Modelle senken die Kaufschwelle bei größeren Anschaffungen.
Wir wünschen Ihnen als Onlinehändler einen umsatzstarken Black Friday und unterstützen Sie gerne bei der Optimierung Ihres Onlineshops oder passenden Vermarktungskampagnen. Sprechen Sie uns einfach an.
