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PIM-System & Shopsystem: E-Commerce für B2B und B2C

  • Written by Volker Borchert
  • 24. August 2026
  • 0 Com
Allgemein

Ein PIM-integriertes Shopsystem kann nicht nur die Datensteuerung erleichtern, sondern auch die Kundenzufriedenheit langfristig maximieren – egal ob Sie B2B-Geschäftskunden oder private Endkunden im B2C-Bereich beliefern. Erfahren Sie hier, wie ein Shopsystem in Kombination mit einem PIM-System funktioniert und von welchen Vorteilen Sie im Detail profitieren können.

Der digitale Vormarsch von B2B und B2C

Der Onlinehandel wächst ungebrochen. Der globale Markt für Product Information Management wächst 2026 auf rund 20 Milliarden US-Dollar und soll bis 2030 auf über 36 Milliarden US-Dollar steigen. Bei diesem Wachstum ist es kein Wunder, dass immer mehr Unternehmen – ob im B2B- oder B2C-Geschäft – auf professionelles Produktdatenmanagement setzen.

Ein Grund hierfür sind die hohen Ansprüche der Kunden an den Onlinekauf. B2B-Einkäufer sind aufgrund jahrelanger Privatkäufe bei B2C-Online-Händlern an eine gute Usability, schnelle Reaktionszeiten und Personalisierung gewöhnt. Diese Anforderungen übertragen sie nun auf ihre geschäftlichen Einkäufe – während B2C-Kunden ohnehin unmittelbar hohe Erwartungen an Geschwindigkeit und Relevanz der Produktinformationen haben.

Sie können dem Anspruch nach aktuellen, über alle Medien hinweg konsistenten Informationen nicht gerecht werden

Das liegt vor allem daran, dass viele Unternehmen Produktdaten immer noch auf unterschiedliche Systeme verteilen, was das Ausspielen einheitlich und konstant aktueller Informationen über alle Kanäle hinweg fast unmöglich macht. So liegen Informationen zur Bestellabwicklung wie Preise, Artikelnummer und Klassifizierungsdaten der verschiedenen Produkte im ERP-System ab. Im E-Commerce-System stecken verkaufsrelevante Daten wie Produktbeschreibungen und Cross-Sells. Bilder und Media-Assets werden über ein Digital-Asset-Management (DAM/MAM) verwaltet. Dazu kommen Informationen, die ausschließlich in Papierform oder in Office-Dokumenten vorliegen.

Diese auf unterschiedliche Systeme verstreuten Daten müssen nun entweder über Schnittstellen oder, im schlimmsten Fall, manuell im Onlineshop gepflegt werden. Das verlangsamt erheblich den Verkaufsprozess und reduziert somit den Unternehmenserfolg.

Ein Beispiel
Ein Händler hat 1.000 Artikel in seinem Sortiment. Diese soll nun ein Mitarbeiter in den Onlineshop einpflegen. Geht man davon aus, dass dieser Mitarbeiter ca. 60 Minuten pro Anlage des Produktes benötigt, würde er 41 Tage brauchen, bis alle Daten im Onlineshop verfügbar sind. 41 Tage Time-to-Market aller Artikel – das entspricht zwei Monaten Arbeit und einem Umsatz gegen Null, obwohl die Informationen bereits vorliegen.

Für ein Unternehmen, das ein umfassendes Sortiment hat, mehrere Vertriebskanäle bearbeitet, die Produktdaten regelmäßig anpassen muss und international verkaufen will, lohnt sich der Einstieg in den Onlinehandel auf diese Weise nicht. Was also tun?

Ein PIM-integriertes Shopsystem kann helfen

Ein Shopsystem mit angebundenem PIM-System verwaltet Produktdaten zentral und leitet diese Daten automatisch in alle Kanäle aus, sodass Kunden im Onlineshop und auf anderen Vertriebskanälen einheitliche und konstant aktuelle Informationen erhalten. Dadurch reduzieren Sie nicht nur die Verschwendung von Informationen, sondern steigern auch langfristig die Kundenzufriedenheit. Was ist nun ein PIM-System und Shopsystem?

PIM ist das Management von Produktinformationen

PIM bzw. ein PIM-System (Product Information Management System) steuert und verwaltet alle produktrelevanten Daten an zentraler Stelle im Unternehmen. Bei den Daten handelt es sich um jegliche Information, die benötigt wird, um das Produkt zu verkaufen. Das können sein:

  • Vermarktungsdaten wie Textvarianten (Beschreibungen oder Bezeichnungen) und Übersetzungen
  • Mediendateien wie Fotos, Grafiken, Videos, PDF-Dateien
  • Technische Informationen wie Abmessungen, Gewicht, Spezifikationen
  • Designdaten wie Größe, Farbe, Material

Ein PIM-System hält diese Daten vor und verteilt sie auf unterschiedliche Kanäle wie z. B. Website, soziale Medien, Onlineshop und Marktplätze. Der größte Vorteil ergibt sich daraus, dass alle Informationen, die für den Aufbau einer Kundenbeziehung benötigt werden, auch geliefert werden können.

Ein Shopsystem ist die technische Grundlage eines jeden Onlineshops

Ein Shopsystem ist eine Software, mit der Sie Ihren Onlineshop erstellen und betreiben, um Ihre Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Ziel eines jeden Shopsystems ist es, ein nahtloses Einkaufserlebnis zu schaffen, um möglichst viele Verkäufe bzw. Conversions zu erzielen.

Der für Sie passende Onlineshop ist somit die Basis für den Erfolg im E-Commerce. Wir setzen dabei auf zwei bewährte Systeme: Shopware für hochwertige B2B- und B2C-Markenshops sowie CS-Cart für skalierbare Marktplatz-Lösungen. Shopware hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Shopsysteme entwickelt – warum sollten Sie es nun mit einem PIM-System kombinieren?

Ein PIM-integriertes Shopsystem ist eine optimale Kombination für erfolgreiches E-Commerce

Mit der Kombination aus beiden Systemen können Sie Produktdaten zentral verwalten und Ihre Kunden erhalten im Onlineshop und auf anderen Vertriebskanälen einheitliche und konstant aktuelle Informationen. Mit diesen passgenauen Informationen stärken Sie das Vertrauen in Ihr Unternehmen und generieren wertvolle Synergien innerhalb des Unternehmens.

Interne Abläufe optimieren

Mit einem PIM-System geben Mitarbeiter produktrelevante Informationen nur einmal ein. Die Daten liegen zentral und medienunabhängig ab, was eine redundante Speicherung identischer Informationen vermeidet. Der Zugriff auf die Daten ist standortunabhängig. Mitarbeiter müssen nicht mehr mühsam nach den „richtigen“ Daten suchen, diese in Kleinstarbeit für die entsprechenden Kanäle aufbereiten und anschließend in unterschiedliche Systeme weiterleiten – das übernimmt das PIM-System und spart Zeit und Kosten.

Kunden zielgerichtet ansprechen – B2B wie B2C

Kunden möchten individuell und zielgruppenspezifisch angesprochen werden. Dies gilt auch bei Produktnamen. Auf Kunden zugeschnittene Produktnamen können durchaus zum Kauf bewegen, während zu allgemein gehaltene oder unpassende Produktbezeichnungen eher davon abhalten. In einer Bäckerei werden Brötchen, Semmeln, Rundstücke, Wecken und Schrippen angeboten – alle Bezeichnungen meinen dasselbe Produkt, die Unterschiede sind regional, können aber das Kaufverhalten stark beeinflussen.

Mithilfe eines PIM-Systems können Produktinformationen auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten werden – im B2C für Endkunden ebenso wie im B2B für unterschiedliche Kundensegmente. Viele Lösungen unterstützen zudem Marketing-Automation, um Neukunden zu akquirieren und Marketing-Ressourcen gezielter einzusetzen.

Omnichannel und Marktplätze erschließen

Ein PIM-System vereint alle Produktinformationen unabhängig von Format oder Sprache und exportiert diese skalierbar und in höchster Qualität in unterschiedliche Kanäle – Shopsystem, Print- und E-Kataloge, Social Media und Marktplätze. Gerade im B2C-Bereich gewinnt das an Bedeutung: Ein erheblicher Teil der Produktsuchen startet inzwischen direkt auf Marktplätzen wie Amazon statt bei einer klassischen Suchmaschine. Wer dort mit sauberen, aktuellen Produktdaten präsent ist, sichert sich Sichtbarkeit, die über den eigenen Shop hinausgeht.

Einige PIM-Systemanbieter bieten darüber hinaus eine Integration von Grafikprogrammen an, sodass Mitarbeiter direkt auf alle im PIM-System gespeicherten Texte, Daten und Bilder zugreifen. Ändern sich Produktinformationen oder Bilder im PIM, aktualisieren sich zum Beispiel Katalogdateien automatisch mit.

Time-to-Market verringern

Kommen wir zurück zu unserem Beispiel, in dem ein Unternehmen 41 Tage benötigt, um alle Daten im Onlineshop zu pflegen. Entscheidend für den Erfolg im E-Commerce ist eine schnelle und jederzeit mögliche Aktualisierung von Produktinformationen auf allen Kanälen. Mit einem PIM-System lässt sich die Time-to-Market von 41 Tagen auf weniger als zwei Tage verringern. Vor allem das einmalige Pflegen bestehender oder neuer Artikel und die automatische Ausleitung der Daten in alle Kanäle tragen dazu bei, dass Produkte dem Markt schnell zugänglich sind.

Bestehende Kundenbeziehungen vertiefen

Auch Ihre Kunden profitieren von einem PIM-integrierten Shopsystem. So können sie alle Bestellungen übersichtlich im Kundenaccount nachverfolgen, auch wenn diese über ein anderes Medium eingegangen sind. Einige Shopsysteme, wie z. B. die B2B-Suite von Shopware 6, bieten darüber hinaus Features, die es B2B-Kunden erlauben, die eigene Unternehmensstruktur im Kundenaccount abzubilden – per Rechte- und Rollenverwaltung können Budgets, Freigaben und Kontingente entsprechenden Mitarbeitern zugewiesen werden.

Umsatz durch Cross- und Up-Selling steigern

Einer Studie nach lässt sich der Umsatz pro Kunde durch Cross- und Up-Selling um 10–30 Prozent steigern – allerdings nur dann, wenn die ergänzenden bzw. höherwertigen Produkte im Onlineshop auch gepflegt sind. Bei einem Sortiment mit mehreren Tausend Artikeln ist eine manuelle Pflege jeder sinnvollen Verknüpfung nicht mehr realistisch. Ein PIM-System hilft: Auf Basis von Attributen oder dem Einkaufsverhalten anderer Kunden können passende Produkte automatisiert ermittelt und vorgeschlagen werden – ein Prinzip, das im B2C-Bereich durch KI-gestützte Empfehlungen zusätzlich an Präzision gewinnt.

Was ist heute zusätzlich mit einem PIM-System möglich?

Gegenüber den vergangenen Jahren hat sich vor allem durch den Einsatz von KI einiges getan:

  • KI-gestützte Produktbeschreibungen: Automatisiert erstellte und optimierte Texte sparen Zeit und können laut aktuellen Studien die Conversion-Rate spürbar steigern.
  • Visuelle und KI-gestützte Produktsuche: Kunden finden Produkte per Bild- statt reiner Textsuche – ein wachsender Trend gerade im B2C-Bereich.
  • Automatisierte Übersetzungen: Für den internationalen Verkauf lassen sich Produktdaten auf Knopfdruck in mehrere Sprachen übertragen.
  • Marketplace-Syndication: Produktdaten werden automatisiert und kanalspezifisch für verschiedene Marktplätze aufbereitet – ein einzelner Master-Datensatz genügt.

Unser Angebot an Sie

Wenn Sie mehr über PIM-integrierte Shopsysteme und unsere Vorgehensweise in solchen E-Commerce-Projekten erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an. Wir erstellen Ihren Onlineshop für B2B- und B2C-Anforderungen – auf Basis von Shopware oder CS-Cart. Unser Team besteht aus zertifizierten Shopware-Entwicklern und Implementierungspartnern von nextPIM. Wir stehen Ihnen von der ausführlichen Beratung bis zur vollständigen Umsetzung Ihres Shopsystems zur Seite.

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